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Herzsportgruppe der TSGK besucht das Endlager Morsleben

Am 10. Mai 2017 besuchte eine elfköpfige Gruppe das Endlager für radioaktive Abfälle im ehemaligen Kali- und Steinsalzbergwerk Morsleben in Sachsen Anhalt.

Im Einführungsvortrag der Informationsstelle wurden wir von einem Mitarbeiter über die geologischen Gegebenheiten der Salzbildung vor 260 Mio. Jahren, der Salzgewinnung bis 1969, und ab 1971 mit der Einlagerung von schwach-  und mittelradioaktiven Stoffen unterrichtet.

Da alles unter strengen Richtlinien des Bundesamtes für Strahlenschutz stattfand, wurden  wir für die Einlasskontrolle nach  Vorlage des Personalausweises  einzeln körperlich abgescannt, ähnlich wie auf Flughäfen. Eine Chipkarte zum umhängen  wurde uns für den Zugang des Bergwerks ausgehändigt.

In den Umkleidekabinen fand dann jeder Einzelne die Grubenbekleidung vor, bestehend aus einem  weißen Overall, Schuhe, Unterwäsche und einem Helm. Danach ging es zur Befahrungsanlage (Fahrstuhl), zuvor erhielt jeder noch ein Sauerstoffselbstrettungsgerät zum umhängen und eine Grubenlampe. Mit der Geschwindigkeit von 4m/ sec. ging es hinab auf die 1. Sohle in 386 m Tiefe.

Hier wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Mit beiden Fahrzeugen,  ging es dann durch die vielen Abraumgänge, die in der Summe ca. 55 km ergeben. An einigen Stellen durften wir Steinsalzbrocken einsammeln und mitnehmen. Den Bereich der 5. Sohle, in dem die radioaktiven Abfälle in einer Tiefe von 480 m endgelagert werden, befahren wir nicht. Wir erfahren noch, wie das Verfüllen von Hohlräumen zur Stabilisierung mit Salzbeton erfolgt, um ein einstürzen dieser Bereiche zu vermeiden.

Nach ca. 2 Std. sind wir wieder über Tage angelangt. Nach umkleiden und Abgabe aller Gerätschaften ging es zurück zur Infostelle, wo für uns ein kleiner Imbiss bereitstand. Für uns alle war es ein interessantes und eindrucksvolles Erlebnis, zumal auch noch kostenlos.